Stefan Guggenbichler

Malerei Zeichnung Grafik

 

SG FineArts 2

Der künstlerischen Tätigkeit von Stefan Guggenbichler gehen mehrere Jahre angewandter Arbeit im Bereich Kommunikationsdesign und Grafik voraus. Er nimmt seit den 1990er Jahren aktiv am Kulturleben seiner Heimatstadt Rosenheim teil, nicht zuletzt als Mitglied des Vereins »RosenheimKreis – Architektur im Gespräch«, der sich für die Wahrnehmung der Architektur im Stadtraum Rosenheim einsetzt. Hier engagiert sich der Künstler für die Öffentlichkeitsarbeit unter anderem mit Projekten wie »Themenpfad Stadt im Aufbruch« (2014).

Nach einer längeren Pause widmet sich Stefan Guggenbichler wieder klassischen Gattungen der Kunst. Seit der Studienaufnahme an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei Kolbermoor nimmt er an zahlreichen Ausstellungen der regionalen Kunstvereine teil. Zudem gehört er zu den Finalisten des »artig Kunstpreis 2018« in Kempten und hat an der deutschlandweit ausgeschriebenen »Bergennale« des Kunstvereins Berg teilgenommen, deren Gutachtergremien aus Experten und Kuratoren bestehen.

Das Oeuvre des Künstlers ist großteils in der figurativen Malerei zu verorten, dennoch experimentiert er gattungsübergreifend mit dem Übergang von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion. Es sind Werke, die Zwischenzustände fixieren, Grenzen des Vollendetseins und der Unvollkommenheit austesten, die Frage nach der Abgeschlossenheit einer künstlerischen Arbeit immer wieder aufs Neue stellen.

Formelle und technische Ambiguität geht in die thematische über. Der Künstler schichtet in seinen Kompositionen mehrere Bedeutungsebenen wie Schleier übereinander, die ein aufmerksamer Beschauer nach und nach lüftet. Die Sujets halten zwischenmenschliche Beziehungen fest, befassen sich mit der Empfindung der Distanz und der hypertrophen Nähe. Unheimliche Geschichten werden aus einer vermeintlich heilen Welt generiert. Das löst Irritation und Unbehagen aus, weil die Grenze zwischen dem Idyll und Abgrund ungreifbar und doch präsent scheint und weil diese Bildwelten so vertraut wirken.

Der Hang zum Abgründigen, Verschleierung der Motive, Umkehrung einer positiv konnotierten Situation ins Gegenteil hat eine lange Tradition in der Kunstgeschichte. Sie führt auf die sogenannte »Schwarze Romantik« zurück, eine Richtung aus dem späten 18. Jahrhundert, die das Unheimliche gerade durch das »Nicht-Erzählte« entstehen lässt (Vgl. Mareike Hennig, Kat. Ausst. Schwarze Romantik, 2012). Das trifft auf Stefan Guggenbichlers Methode durchaus zu. Er konfrontiert den Betrachter mit ungelösten Fragen, hält ihm aber zugleich den Spiegel vor. Dadurch ermutigt er, selbstständig zu denken, aber auch nach den Antworten bei sich selbst zu suchen. Eine solche Erzählperspektive schafft Neugierde und Verunsicherung zugleich.

 


Geboren 1964 in Rosenheim

Künstlerische Ausbildung

1985 Blocherer Schule für angewandte Gebrauchsgrafik
1986 Schwanthaler Kunstschule unter Willi Bunkowski und Michael Poladjan, Schwerpunkt Freie Malerei
1987–88 Akademie U5, Studium Kommunikationsdesign
1989 Diplomarbeit »Kampagne für Kinder« mit Auszeichnung vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen
2017–18 Diplomstudium Zeichnung und Malerei bei Matthias Kroth und Dagmar Wassong an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei Kolbermoor

Gemeinschaftsausstellungen

2019

»Europa«, Jahresausstellung Kunstverein Erding (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Große Kunstausstellung«, AK 68 Künstlergemeinschaft Wasserburg am Inn (jurierte Ausstellung, Katalog)
 

2018

»Ausstellung Studiengang Zeichnung und Malerei«, Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei Kolbermoor (Katalog)

»Große Kunstausstellung«, AK 68 Künstlergemeinschaft Wasserburg am Inn (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Überwiegend Schwarz«, Jahresausstellung Kunstverein Erding (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Artiges 2018«, Kunstverein Ottobrunn, (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Artig Kunstpreis 2018«, Kunst- und Kulturfestival des artig e.V., Kempten (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Gegenpol« Bergennale 2018, Kunstverein Berg (jurierte Ausstellung)

»Artik 2018«, Off Art Kunstverein Günzburg (jurierte Ausstellung)
 

2017

»Gezeichnet«, Kunstverein Rosenheim (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Das Kleine Format«, Kunstverein Aichach (jurierte Ausstellung)

 

 

 

🇬🇧 Stefan Guggenbichler’s artistic creation is preceded by several years of practical work in the fields of graphic and communication design. Ever since the 1990s, the artist has been actively taking part in shaping his hometown’s cultural life. As a member of the association »RosenheimKreis – discussing urban architecture« he is involved in the critical examination of the citizens’ perception of the architectural design in Rosenheim. Stefan Guggenbichler mainly engages in public relations activities and various projects like the theme trail »City on the move« consisting of twenty educational panels (2014).

After a longer break, Guggenbichler started devoting himself to the classical art disciplines again. His enrolment in the Academy of Fine Arts in Kolbermoor enabled him to participate in numerous exhibitions of regional artistic circles as well as the nationwide, juried exhibition of the »Berg art association«. Moreover, he was among the finalists for the art prize »artig Kunstpreis 2018» in Kempten.

Even though Stefan Guggenbichler’s artistic work could generally be classified as figurative painting, he also experiments with transitions to the abstract in the framework of multi-genre projects. These paintings capture intermediate states, frequently cross the border between completion and fragmentariness and repeatedly ask the question of whether the artwork can be considered complete.

Formal and technical ambiguity reflect the underlying thematic equivocation. Guggenbichler’s artworks contain various levels of meaning that the attentive spectator can unveil little by little. He is confronted with uncanny stories that stand in sharp contrast to the supposedly undamaged world: Guggenbichler’s paintings visualize interpersonal relationships, the perception of distance and hypertrophic proximity. This present, yet elusive connection between idyll and abyss evokes a feeling of irritation and unease, especially because the depicted worlds seem very familiar to the observer.

Concealing motives, tending towards the dramatic and reversing positive situations into the opposite have always been historically enshrined forms of presentation. They date back to the dark romanticism, an artistic movement of the late 18th century that creates a sinister mood primarily through the untold […]. This theoretical concept could also be applied to Guggenbichler’s works. He illustrates unresolved matters and at the same time questions the viewer. Such an approach provokes both interest as well as a feeling of insecurity, because it animates the spectator to think independently and search for the answers within himself.

 


Born 1964 in Rosenheim

Artistic Education

1985 Blocherer Schule für angewandte Gebrauchsgrafik
1986 Schwanthaler Kunstschule unter Willi Bunkowski und Michael Poladjan, Schwerpunkt Freie Malerei
1987–88 Akademie U5, Studium Kommunikationsdesign
1989 Diplomarbeit »Kampagne für Kinder« mit Auszeichnung vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen
2017–18 Diplomstudium Zeichnung und Malerei bei Matthias Kroth und Dagmar Wassong an der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei Kolbermoor

Group Exhibitions

2019

»Europa«, Jahresausstellung Kunstverein Erding (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Große Kunstausstellung«, AK 68 Künstlergemeinschaft Wasserburg am Inn (jurierte Ausstellung, Katalog)
 

2018

»Ausstellung Studiengang Zeichnung und Malerei«, Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei Kolbermoor (Katalog)

»Große Kunstausstellung«, AK 68 Künstlergemeinschaft Wasserburg am Inn (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Überwiegend Schwarz«, Kunstverein Erding (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Artiges 2018«, Kunstverein Ottobrunn, (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Artig Kunstpreis 2018«, Kunst- und Kulturfestival des artig e.V., Kempten (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Gegenpol« Bergennale 2018, Kunstverein Berg (jurierte Ausstellung)

»Artik 2018«, Off Art Kunstverein Günzburg (jurierte Ausstellung)
 

2017

»Gezeichnet«, Kunstverein Rosenheim (jurierte Ausstellung, Katalog)

»Das Kleine Format«, Kunstverein Aichach (jurierte Ausstellung)

 

 

 

 

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